Selbsthilfeszene in Deutschland

In den letzen Jahren hat sich die Selbsthilfe zu einer wichtigen Säule im Gesundheitswesen entwickelt. Die stets wachsende Szene mit ihren Selbsthilfegruppen, -organisationen und -kontaktstellen ist nicht mehr wegzudenken: Schätzungen zufolge sind zur Zeit über 3 Millionen Bürger in 70.000 bis 100.000 Selbsthilfegruppen organisiert, also ca. 5% der Bevölkerung über 18 Jahren. Im Vergleich dazu: Vor 15 Jahren lag dieser Anteil bei 1%.

Für den massiven Aufschwung der Selbsthilfeszene in den letzten Jahrzehnten gibt es eine Vielzahl von Gründen, sei es die Zunahme chronischer Erkrankungen, die immer älter werdende Bevölkerung oder die vielfältigeren, verbesserten medizinischen Behandlungsmöglichkeiten. Tatsache ist, dass der „mündige Patient“ mittlerweile von Patienten, Ärzten, Ökonomen und Politikern gleichermaßen gefordert wird. Mitspracherecht, Verantwortung und Information sind daher wichtige Bausteine innerhalb eines sozial ausgewogenen Gesundheitssystems. Für die Gleichstellung behinderter oder kranker Menschen ist außerdem eine kontinuierliche Aufklärung und Förderung notwendig.

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